Unfallprävention im Eishockey

Unfallprävention im Eishockey

Durch enge Zusammenarbeit mit Fachleuten, Kommissionen und Verantwortlichen ist eine optimale Verankerung der Unfallprävention sichergestellt.

Alle Beteiligten sind ein wichtiger Bestandteil der einheitlichen Unfallprävention im Eishockey. Dazu gehören insbesondere Verband, Club, Spieler, Funktionär, Schiedsrichter, Eltern sowie Medien.

Entwicklung und Förderung geeigneter Massnahmen zur Verminderung & Verhinderung von Unfällen.

Mit einer tieferen Unfallrate und hoher Sicherheit können auch mehr Mitglieder generiert werden.

Forschung und Entwicklung zur Unfallprävention ist eine wichtige Bestrebung.

Durch enge Zusammenarbeit mit Fachpersonen können Präventionsmassnahmen zielgerichtet umgesetzt werden.

Unfallpräventionskonzept

Das Konzept zur Unfallprävention im Eishockey beinhaltet die sportartbezogene Analyse sowie Möglichkeiten zur Verhinderung und Verminderung von Unfällen und Verletzungen im Eishockey. Weiter werden bestehende Projekte vorgestellt und neue Ideen und Möglichkeiten im Bereich der Prävention und Verhütung thematisiert.

Die Evaluierung und Durchführung der nötigen Massnahmen findet in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachleuten, Kommissionen und Verantwortlichen statt. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Massnahmen wissenschaftlich fundiert und auch entsprechend umsetzbar sind.

Unter Präventionsmassnahmen werden alle möglichen Massnahmen verstanden. Erst in einer konzeptionellen Planung wird die Umsetzung im Detail ausgearbeitet und umgesetzt. Es ist zwingend erforderlich, dass dieses Präventionskonzept unter Einbezug aller Akteure angepasst und weiterentwickelt wird. Die Effizienz und Wirksamkeit der Massnahmen stehen stets im Fokus einer laufenden Evaluierung.

Unsere Massnahmen und Projekte

Der nachfolgende Massnahmenkatalog ist nicht abschliessend und wird stets weiterentwickelt.

Massnahme Beschreibung
× Videos zu «Player Safety» Instruktionsvideos zu gesundheitsgefährdenden Regelverstössen
× Bandensysteme Durchführen einer Testreihe zu belastungsreduzierenden Bandensystemen und Implementierung in den Saisonbetrieb
× Respect - on and off the Ice neue Website mit der kompletten Materialsammlung zur Respect-Kampagne
× Programm für Sicherheit im Nachwuchs Implementierung des Programms für Sicherheit in Zusammenarbeit mit der Zürich Versicherung für Nachwuchs-Clubs
× Helmobligatorium in Trainerkursen Unsere Kursteilnehmer sind verpflichtet bei praktischen Einheiten auf dem Eis einen Helm zu tragen.
× Injury Report National League & Swiss League Erfassung von Hirnerschütterungen in den zwei höchsten Schweizer Ligen

Videos «Player Safety»

Eishockey lebt von Zweikämpfen, von Härte und Physis aber gesundheitsgefährdende Aktionen auf dem Eis sind konsequent zu identifizieren und zu sanktionieren.

Die Instruktionsvideos «Player Safety» zeigen auf, wann ein Regelverstoss gesundheitsgefährdend ist und zu einem Disziplinarverfahren führen kann. Beim Beurteilen von gesundheitsgefährdenden Szenen wird vom Disziplinarwesen das Augenmerk vor allem auf die jeweiligen in den Clips definierten Schlüsselfragen gelegt.

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Belastungsreduzierende Bandensysteme

Eishockey ist eine in vielerlei Hinsicht faszinierende Sportart. Insbesondere die ausgeprägte Dynamik dieses Spiels begeistert die Zuschauer. Die Kombination von Schnelligkeit, begrenztem Raum sowie harter Unterlage und Spielfeldbegrenzung birgt aber auch ein hohes Verletzungsrisiko.

Zusätzliche Möglichkeiten zur Reduktion von Verletzungswahrscheinlichkeit und -schwere existieren. Eine ist die Verbesserung der Infrastruktur, vor allem der Bandensysteme. Diese können dahingehend weiterentwickelt werden, dass bei einer Kollision eines Spielers mit der Spielfeldabgrenzung die Aufprallkräfte auf den Körper reduziert werden. Auf dem Markt sind bereits erfolgversprechende Produkte verfügbar. Mit einem Produktetest wollte die bfu dem Schweizer Eishockeyverband SIHF eine Grundlage bieten, wie die verfügbaren Bandensysteme in Bezug auf ihren Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit der Spieler beurteilt werden können.

In diesem Projekt wurde untersucht, ob Eishockeybanden mit neuem Design die biomechanische Belastung eines Spielers beim Anprall reduzieren. Die Performance verschiedener Eishockeybanden wurde in Versuchen mit einem dynamischen Pendel sowie in Versuchen mit Crashtest-Dummys analysiert.

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Respect - On and off the Ice

Seit 2010 engagiert sich Swiss Ice Hockey zusammen mit «cool and clean» und der Pat Schafhauser-Stiftung für faires und sauberes Eishockey. Die Kampagne greift wechselnde Inhalte zu «RESPECT ON THE ICE» und «RESPECT OFF THE ICE» auf. Wir engagieren uns gemeinsam für ein hartes, aber dennoch faires und respektvolles Eishockey in den Schweizer Stadien. Wir setzen uns für die Prävention von Gewalt und Gesundheitsschädigungen auf und neben dem Eis ein. 

Die seit vielen Jahren erarbeiteten Inhalte sind über unsere Respect-Homepage verfügbar.

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Programm für Sicherheit im Eishockey-Nachwuchs

Damit der Nachwuchs unbeschwert seiner Passion für Eishockey nachgehen kann, hat Swiss Ice Hockey in Zusammenarbeit mit Zurich das «Programm für Sicherheit im Eishockey-Nachwuchs» lanciert. Mit diesem erhalten Clubs und Eltern wertvolle Unterstützung, um die Sicherheit der Kinder auf und neben dem Eis zu erhöhen. Alle Clubs erhalten dafür Punkte in den registrierten Labels und werden zudem zertifiziert. Die definierten Massnahmen beinhalten ein Fahrsicherheitstraining, einen Fahrzeug-Check, einen Erste-Hilfe-Kurs sowie ein Online-Training.

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Safety First: Helmobligatorium für Trainerkurse

Unsere Kursteilnehmer sind verpflichtet bei praktischen Einheiten auf dem Eis einen Helm zu tragen. Unsere Instruktoren gehen mit gutem Beispiel voran und sind auch in der Arbeit mit unserer Nachwuchsathleten Vorbilder.

Die Unfallprävention in Kursen und Trainings steht an erster Stelle und wird konsequent umgesetzt.

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Injury Report: Erfassung von Hirnerschütterungen

Die Clubs der National & Swiss League erfassen seit Saison 16/17 auf elektronischer Basis die Gehirnerschütterungen anhand eines anonymen Unfallreporting.

Die Meldungen werden intern ausgewertet und der medizinischen Kommission zur Verfügung gestellt.

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