Slovakia Diary – Tag 15: Im Osten angekommen

Die Schweizer Nationalmannschaft ist am Mittwoch in den Osten der Slowakei nach Košice gereist. Nach einer viereinhalbstündigen Zugfahrt stand bereits das Abschlusstraining im Hinblick auf den Viertelfinal gegen Kanada (Donnerstag, 16.15 Uhr) auf dem Programm.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der erfolgreichen WM-Viertelfinalqualifikation ist die Schweizer Nationalmannschaft am Mittwoch nach Košice umgezogen.
  • Nach der Ankunft in der zweitgrössten Stadt der Slowakei stand eine Trainingseinheit auf dem Programm.
  • Am Donnerstag bestreitet die Schweiz um 16.15 Uhr in der Steel Arena den WM-Viertelfinal gegen Kanada.

Reisetag

Die Schweizer Nati brach ihre Zelte in Bratislava am Mittwochmorgen ab – zumindest für zwei Tage und Nächte, je nach Spielausgang am Donnerstag. Kurz nach 09.00 Uhr stand am Bahnhof der slowakischen Hauptstadt ein Sonderzug bereit, der nebst der Schweiz auch die Schweden in Richtung Košice transportierte. Zwei Zugwaggons waren für die Schweizer reserviert, die Spieler vertrieben sich die Zeit mit Kartenspielen, Backgammon, Musik hören und Schlafen.

Nach knapp viereinhalb Stunden Zugfahrt traf die Nati in Košice ein. Am Bahnhof standen die ersten Autogrammjäger schon bereit, und nach ein paar Fotos und Unterschriften ging es mit dem Bus weiter ins Hotel. Nach einem späten Mittagessen und einem Meeting fuhr die Mannschaft schliesslich in die Steel Arena und kam im Training erstmals mit dem Eis in Berührung, auf dem es am Donnerstag gegen Kanada um den Halbfinaleinzug geht.

Košice - die Stahlstadt

Košice – zu Deutsch übrigens Kaschau genannt – hat rund 240'000 Einwohner und ist damit nach Bratislava die zweitgrösste Stadt der Slowakei. Sie liegt im Osten des Landes, nur 20 Kilometer von der Grenze zu Ungarn entfernt. Wichtigster Wirtschaftszweig der Stadt ist die Stahlindustrie, in welcher rund 15'000 Menschen beschäftigt sind. So ist denn auch die Steel Arena nach dem lokalen Stahlwerk benannt, das gleichzeitig auch Hauptsponsor des HC Košice ist. Die Steel Arena war bereits 2011 zusammen mit Bratislava Austragungsort der A-Weltmeisterschaft.

Der Viertelfinal-Gegner

Der Turnierstart des Schweizer Viertelfinalgegners Kanada verlief nicht nach Wunsch: Die Ahornblätter unterlagen Finnland im Startspiel mit 1:3. Die Niederlage blieb jedoch bis anhin der einzige Tolggen im Reinheft: Kanada schlug danach Grossbritannien, Slowakei, Frankreich, Deutschland, Dänemark und die USA und beendete die Vorrunde mit 18 Punkten als Leader der Gruppe A. Bester WM-Skorer Kanadas ist Anthony Manta von den Detroit Red Wings mit 12 Punkten – er ist nach einem Check gegen den Kopf im Spiel gegen die USA jedoch im Viertelfinal gesperrt.

Die Schweiz hat in jüngster Vergangenheit gute Erinnerungen an den Viertelfinal-Gegner. Auf dem Weg zu Silber 2018 in Kopenhagen siegte die Nati gegen Kanada im Halbfinal mit 3:2. Mit dem gleichen Resultat (nach Verlängerung) reüssierte die Schweiz schon im Jahr zuvor an der WM in Paris in der Gruppenphase. 2016, als Kanada in Moskau letztmals Weltmeister wurde, trafen die beiden Teams nicht aufeinander.

Zitat des Tages

«Kanada hat an jedem Turnier ein unglaubliches Team dabei. Wir müssen unser bestes Spiel zeigen, um den Sieg zu holen.» Roman Josi gegenüber SRF über den bevorstehenden Viertelfinal gegen Kanada.